ThinkPad refurbished kaufen: Welche Serie ist die richtige?
Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit
ThinkPads sind die bekanntesten Business-Laptops auf dem Gebrauchtmarkt. Viele Firmen tauschen sie nach drei bis vier Jahren Leasing aus, Händler prüfen sie und verkaufen sie mit Garantie weiter. Das Angebot ist riesig – deshalb hilft es, die Serien zu kennen. Einen Vergleich mit Dell Latitude und HP EliteBook findest du in Business-Laptop-Modelle erklärt.
Die ThinkPad-Serien im Überblick
| Serie | Typisch | Für wen? |
|---|---|---|
| T (z. B. T480, T490, T14) | 14 Zoll, robust, viele Anschlüsse | Allrounder für Büro, Studium, Home Office |
| T…s (z. B. T14s) | flachere und leichtere T-Variante | wer viel unterwegs ist |
| X (z. B. X280, X390, X13) | 12,5 bis 13,3 Zoll, kompakt | Pendler, kleine Taschen |
| X1 Carbon | 14 Zoll, sehr leicht, hochwertig | Premium-Business, viel Reisen |
| X1 Yoga | 14 Zoll, Convertible mit Touch | wer auch mit Stift arbeitet |
| L (z. B. L14, L480) | günstigere Business-Reihe | solides Budget-Gerät |
| E (z. B. E14, E15) | Einstiegsreihe für kleine Firmen | kleines Budget |
| P (z. B. P14s, P15, P52) | mobile Workstation, teils mit NVIDIA-Grafik | CAD, Entwicklung, rechenintensive Programme |
Hinweis: ThinkBook ist eine eigene, günstigere Lenovo-Reihe für kleine Unternehmen und gehört nicht zur ThinkPad-Familie.
Modellnamen richtig lesen
Bis 2019 folgte der Name einem einfachen Schema: Buchstabe für die Serie, erste Ziffer für die Displaygröße, die folgenden Ziffern für die Generation. Ein T480 ist also ein 14-Zoll-T-Modell der Generation 2018, ein T580 das 15-Zoll-Pendant, ein T490 der Nachfolger von 2019. Modelle mit einer 5 am Ende (zum Beispiel T495) haben einen AMD-Prozessor.
Seit 2020 steht die Displaygröße im Namen und die Generation dahinter: T14 Gen 1 (2020), Gen 2 (2021), Gen 3 (2022) und so weiter. Den Unterschied zwischen zwei beliebten Generationen erklärt ThinkPad T14 Gen 2 vs. Gen 3.
Worauf du achten solltest
- Windows 11: offiziell unterstützt ab Intel Core der 8. Generation und AMD Ryzen 2000. Ein T480 erfüllt das, ein T470 nicht. Mehr dazu in Gebrauchter Laptop und Windows 11.
- Display: Achte auf Full-HD-Auflösung (1920 × 1080) und ein IPS-Panel. Einfache Konfigurationen haben teils nur 1366 × 768 Pixel und blasse Farben.
- Arbeitsspeicher: 16 GB sind für Multitasking eine gute Untergrenze. Bei schlanken Modellen (s-Varianten, X1 Carbon) ist der Speicher meist verlötet, bei vielen T-Modellen ist mindestens ein Steckplatz frei. Vor einer Aufrüstung hilft das offizielle Lenovo-Datenblatt (PSREF).
- Akku: Ein Akku hält einige hundert Ladezyklen, danach sinkt die Kapazität. Frage nach dem Akkuzustand oder plane einen Tausch ein – bei vielen ThinkPads ist das vergleichsweise einfach. Der T480 hat sogar einen zweiten, wechselbaren Akku.
- Zustand: Kleine Kratzer am Deckel sind bei Leasing-Rückläufern normal. Tastatur, Scharniere und Display sollten in Ordnung sein. Was die Zustandsklassen bedeuten, steht in Zustandsklassen erklärt.
Häufige Fragen
Welches gebrauchte ThinkPad ist das beste?
Für die meisten ein Modell der T-Serie (T480, T490, T14) wegen Robustheit, Anschlüssen und guter Reparierbarkeit. Wer ein sehr leichtes Gerät sucht, nimmt ein X1 Carbon.
Was bedeutet „Gen“ bei ThinkPads?
Gen steht für die Generation. Seit 2020 heißen Modelle zum Beispiel T14 Gen 1, Gen 2, Gen 3 – jede Generation kommt etwa ein Jahr nach der vorherigen mit neuen Prozessoren.
Sind ThinkPads wirklich robuster?
ThinkPads sind als Business-Geräte auf lange Nutzung ausgelegt. Lenovo testet viele Modelle nach dem US-Militärstandard MIL-STD-810. Entscheidend für ein gebrauchtes Gerät bleibt aber sein individueller Zustand.
ThinkPad oder ThinkBook?
ThinkBook ist eine günstigere Lenovo-Reihe für kleine Unternehmen. ThinkPads sind in der Regel robuster gebaut und haben den roten TrackPoint in der Tastatur.
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